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Buch-Besprechungen
«Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein» (Georg Anderhub / Erich Brechbühl / Anita Bucher / Marco Sieber (Hrsg.))
Der Luzerner Stadtstreuner wird postum zum Renner
Nach fünf Tagen war das Buch vergriffen. Nun kann man in zweiter Auflage nachlesen, wie Stadtoriginal Emil Manser Luzern bereichert hat.

Emil Manser, zur Welt gekommen 1951 in Appenzell, 2004 in Luzern ins Reusswasser abgetaucht. Ihm wurden schon viele Titel verliehen: Stadtoriginal, «Chlämmerlisack», Sisyphos, Beamtenbeleidiger, Aktionskünstler, Iwan Rebroff der Luzerner Gassen, «Lärmichäib», Weltleider, Visionär, Diogenes, Schmerzensmann, Lichtgestalt. Er selber nannte sich Stadtstreuner, Hosli, Nilper oder Bruder Emil.
Jetzt hat ein Kleinverlag eine «Hommage an den Luzerner Strassenphilosophen Emil Manser» herausgegeben, ein Buch, zu dem der Stadtpräsident das Vorwort beigesteuert hat. Bereits nach fünf Tagen war es ausverkauft. 1100 Stück. Eine zweite Auflage wurde umgehend gedruckt. «Das Echo ist phänomenal», sagt Georg Anderhub, Fotograf und Mitherausgeber des Buchs. Die Stadt hat ihren 2004 verstorbenen Sonderling offenbar noch nicht vergessen. Und sie scheint ihn jetzt, wo er nicht mehr bedrohlich in den Strassen steht, mehr zu schätzen denn je.

Emil Manser war es zu Lebzeiten nicht anders ergangen als allen Stadtoriginalen. Die einen mochten ihn, die anderen ignorierten ihn, und wieder andere wünschten ihn ins Pfefferland. Letztere taten dies vor allem dann, wenn Manser in den Strassen sang oder so laut vor sich hin proletete, dass manch einem der Schrecken in die Glieder fuhr. Manser konnte sanft sein wie ein «Wydechätzli» und stachelig wie die Fruchtkapsel der Kastanie.
Jede Stadt hat seine so genannten Originale. Sie machen eine Stadt menschlicher und verleihen ihr eine besondere Identität. Luzern pflegt die Kultur seiner Originale besonders. Der Verein «Güüggali-Zunft» etwa kümmert sich seit Jahren um die gesellschaftlichen Grenzgänger. Sie gibt Bücher und CDs heraus, veranstaltet Weihnachtsessen und kümmert sich um die Nachlässe der Originale.

Und nun das Buch eines Kleinverlags. Es versucht festzuhalten, was Emil Manser ausgemacht hat. Er kommt selber zu Wort, mit Bildern, Texten und vielen seiner in eigenwilliger Orthografie gehaltenen Sprüche. Manser hatte sie auf grossen Kartonschildern durch die Strassen getragen: «Glück (für Sie). Bettle ganzen Januar zum Halben Breis», «Der Fremde grüsste ohne Motiv», «Auf Wiedersehen Herr Christof Blocher, aber es eilt nicht», «Meine Gedanken sind langsam, aber mein Audto schnell», «Bescheiden eingerichtet? Ich auch.»
In dem Buch erzählen auch Leute, die Emil Manser gut kannten: zum Beispiel ein Quartierpolizist, ein Pfarrer, ein Nationalrat, seine Lebensgefährtin. Sepp Riedener, der Luzerner Seelsorger, der sich vor allem um Randständige kümmert, schreibt: «Es ist besser, Originale zu Lebzeiten ernst zu nehmen, als sie nach dem Tode heilig zu sprechen.» Das Buch ist keine Heiligsprechung. Es hält einfach ein Stück Stadtgeschichte fest.

«Ist mir grosse EHRE von gleicher Sorte zu sein», Hommage an Emil Manser, db-Verlag Horw, 176 S., 36 Fr. www.db-verlag.ch
Thomas Bolli, in: Tages Anzeiger, 13.05.2006
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«Grosse Ehre» für ein ungewöhnliches Buch
Das Buch «Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein», eine Hommage an den Luzerner Strassenphilosophen Emil Manser, ist als eines der «schönsten Schweizer Bücher» des Jahres 2006 ausgezeichnet worden.

Dass das ungewöhnliche Buch über einen ungewöhnlichen Menschen vom Bundesamt unter die schönsten Bücher des vergangenen Jahres eingereiht wurde, ist ein weiteres Kapitel in einer ungewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Vom Luzerner Grafiker Erich Brechbühl gestaltet und im Luzerner db-verlag unter der Leitung von Benno Bühlmann erschienen, war die erste Auflage des Buchs bereits wenige Tage nach Erscheinen ausverkauft. Ein halbes Jahr später konnte bereits die dritte erweiterte Auflage ausgeliefert werden. Bis heute sind vom Buch «Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein» 6000 Exemplare gedruckt worden. So erstaunt es denn auch nicht, dass die gefragte Hommage an das bekannte Luzerner Stadtoriginal im Buchhaus Stocker in Luzern seit zwei Monaten auf dem ersten Platz der «Top Twenty» der meistverkauften Bücher rangiert.

Geld für ungewöhnliche Aktionen
Und noch ein ungewöhnliches Kapitel in der Story: Dem grossen Erfolg des Buches ist zu verdanken, dass in der Zwischenzeit aus dem Verkaufserlös ein «Projektfonds Emil Manser» gespiesen werden kann, der zur finanziellen Unterstützung gemeinnütziger Aktionen im Sinne von Emil Manser dienen soll. So konnte aus dem Manser-Projektfonds im Dezember 2006 bereits eine erste Spende in der Höhe von 3000 Franken an die Güggali-Zunft und an die Interessengemeinschaft Arbeit ausgeschüttet werden. Ganz im Sinn von Emil Manser soll das an die IG Arbeit gespendete Geld für Gruppenausflüge der Grünabfuhr-Crew und ihres Pferdes Tanja verwendet werden.

Unter dem Titel «Die schönsten Schweizer Bücher des Jahres» würdigt das Bundesamt für Kultur jährlich Bücher, deren Idee und Konzeption, grafische Gestaltung und Druck eine besondere Qualität aufweisen. Von 398 eingereichten Publikationen hat die Jury für das Jahr 2006 insgesamt 33 Titel prämiert.
Jjz, in: Willisauer Bote, 12.02.2006
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Auch «Luzerner Diogenes» genannt
Über das Stadtoriginal von Luzern, Emil Manser, ist eine Hommage in Form eines Buches erschienen.

Emil Manser wurde 1951 in Appenzell geboren, machte eine Lehre als Buchdrucker beim «Volksfreund» in Appenzell und zog in den 70er-Jahren nach Luzern. Dort wirkte er als «Stadtstreuner» (wie er sich selber nannte), «Lärmichäib» und Strassenphilosoph mit seinen Plakatbotschaften – oft in seiner eigenwilligen Orthografie gehalten: «Gedanken siend zolvrei», «Glück (für Sie). Betle ganzen Januar zum Halben Breis», «Bescheiden eingerichtet? Ich auch.» – und verwirrte, erheiterte und erstaunte immer wieder die Passanten.
Zwei Jahre, nachdem Emil Manser freiwillig in die Reuss abgetaucht war, «Krebs – wählte Abkürzung in den Himmel», liess er auf dem Plakat auf der Brücke zurück, ist nun eine Hommage für ihn erschienen. Im Buch «Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein» kommt Manser selber zu Wort sowie 50 Personen – vom Stadtpräsidenten bis zur Coop-Verkäuferin, vom Quartierpolizisten bis zum Theologen, die Beiträge lieferten.
Nicht nur die im Frühling gezeigte Ausstellung in Luzern über Emil Manser war ein Publikumsmagnet, auch das Buch stösst auf riesige Resonanz und wurde über 3000-mal verkauft. (ko)

«Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein», db-Verlag Horw, ISBN 3-905388-19-7.
in: Appenzeller Zeitung / St. Galler Tagblatt, 23.06.2006
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Buch über ein Stadtoriginal: Der Appenzeller Emil Manser in Luzern
Das Buch über den Luzerner Stadtstreicher Emil Manser wird im Herbst zum dritten Mal aufgelegt. Das Echo auf die Hommage an den gebürtigen Innerrhoder hat die Herausgeber überrascht. Auch im hiesigen Bücherladen war das Buch «Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein» in Kürze ausverkauft.

Emil Manser galt in Luzern als Strassenphilosoph. Er musste sich aber auch Titel wie «Lärmichaib», «Chlämmerlisack», Beamtenbeleidiger, «Hosli» oder Nilper gefallen lassen. Andern war er Visionör, Aktionskünstler, Schmerzensmann, Lichtgestalt oder der Iwan Rebroff der Luzerner Gassen.

Abkürzung in den Himmel», liess er auf dem Plakat auf der Brücke zurück, ist nun eine Hommage für ihn erschienen. Im Buch «Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein» kommt Manser selber zu Wort sowie 50 Personen – vom Stadtpräsidenten bis zur Coop-Verkäuferin, vom Quartierpolizisten bis zum Theologen, die Beiträge lieferten.
Nicht nur die im Frühling gezeigte Ausstellung in Luzern über Emil Manser war ein Publikumsmagnet, auch das Buch stösst auf riesige Resonanz und wurde über 3000-mal verkauft. (ko)

«Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein», db-Verlag Horw, ISBN 3-905388-19-7.
Monica Dörig, in: Appenzeller Volksfreund, 20.07.2006
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«Von allen der Traurigste»
Der Strassenphilosoph Emil Manser schied vor zwei Jahren aus dem Leben. Ein Buch, eine DVD und eine Ausstellung erzählen von ihm.

Emil Manser prägte das Stadtbild wie kein Zweiter. Wer erinnert sich nicht an die manchmal spektakulären, oft aber auch sehr subtilen Auftritte des «Sandwich-Manns». Ob im Militärmantel und mit Adventskranz auf dem Kopf oder mit selbst gemalten Schildern, die zum Schmunzeln, viel häufiger aber zum Nachdenken anregten – Manser war eine Figur. «Bin Hilvslehrer in Sonterschule – ‚Duzis’ nur gegen Bargeld!» oder «Habe gedenckt sie tenken auch NICHDS – Die Luvt». Wenn ich an Emil Manser denke, dann erinnere ich als erstes seine Stimme. Ich war in der Pilatusstrasse unterwegs, ein Kind im Buggy, das andere an der Hand. Plötzlich ein lauter, nicht unbedingt wohltönender Singsang. Meine Reaktion: «Um die Zeit schon besoffen?» Die Kinder nahmen es gelassener. Der Kleine schaute sich suchend nach der Quelle des Gesangs um, während der Grössere nüchtern feststellte: «Der hat aber eine kräftige Stimme.»

Ein Rufer in der Wüste
Die hatte Emil Manser in mehrfacher Hinsicht. Seine Plakate erregten Aufsehen und sorgten immer wieder für tief philosophische Gespräche mit unserem Nachwuchs, als dieser des Lesens mächtig war und Mansers Botschaften bereits vom Erstlesealter an mühelos entziffern konnte. Nicht zuletzt, weil er sie in exakt jener Schrift und Orthographie festhielt, die auch ein Erstklässler beherrscht. Allerdings tut man Emil Manser Unrecht, ihn auf das Niveau eines Erstklässlers zu reduzieren. Umgekehrt übrigens auch. Emil Manser hatte einen ganz direkten Draht zu Kindern. Hauptsächlich war er aber ein Mensch, der nicht für diese Welt geschaffen war. Sowas wie ein Rufer in der Wüste. Allerdings einer, der sich mit dieser Welt beschäftigte und sich einen Deut darum scherte, wem er mit seinen Erkenntnissen über den Zustand dieser Welt auf die Füsse trat.

Zu viel Ehre?
Zwei Jahre nach seinem Tod haben Georg Anderhub, Erich Brechbühl, Anita Bucher und Marco Sieber ein Buch und eine DVD über Emil Manser veröffentlicht. Das Buch enthält Statements von Menschen, die Manser auf dieser oder jener Wegstrecke begleitet haben. An beidem hätte Manser zweifelsohne Freude gehabt, denn es hält Sinn und Geist seiner Wanderungen durch die Luzerner Neustadt fest und ist besonders auch ein werkgetreues Fotodokument seiner Zeit unter uns. Die Texte zeichnen ein vielschichtiges Bild des Originals. Wenn auch nicht immer eines, dem er zugestimmt hätte. «Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein» wäre ihm da und dort vielleicht zuviel der Ehre gewesen. In der Heiliggeist-Kapelle im Innenhof der Stadtpolizei – wie sinnig! – ist eine Ausstellung über Emil Manser zu sehen. Inklusive Kartoffelacker, den er einmal in der Kleinstadt anlegen wollte. Ich besuche Emil Manser lieber im Friedental. Dort liegt er in der Nähe meines Schwiegervaters, der im gleichen Jahr verstorben ist. «Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein» steht auf dem Grabstein. Mir auch, obwohl wir nie Duzis waren. Trotz gelegentlicher Barzahlungen. Was Emil Manser in mir bewegt hat, hat der Buchbeitrag von Kurt Habermacher, einem Mit-Patienten in St. Urban, auf den Punkt gebracht: «Irgendwie war er von uns allen der Traurigste... Er demonstrierte Verzweiflung über die Gleichgültigkeit und Kälte der Menschen.» Dem ist nichts hinzuzufügen.
Christina Mattli-Trachsel, in: Anzeiger Luzern, 13.04.2006
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Der «Luzerner Diogenes» gibt wieder zu denken
Vor bald zwei Jahren hat sich Emil Manser in die Reuss gestürzt. Nun wird sein Nachlass ausgestellt.

gf. Emil Manser (Bild) bleibt unvergessen. Jahrelang regte er als wandelnde Spruchtafel zum Nachdenken an. Der Humor verliess ihn auch nicht, als er im August 2004 mit 53 Jahren unter sein Leben einen Schlussstrich zog und mitten in der Nacht vom Rathaussteg in die Reuss sprang: «Krebs wählte Abkürzung in den Himmel» stand auf dem Plakat, das er auf der Brücke zurückliess.

50 Autoren
Jetzt wird der Strassenphilosoph in einem Buch und einer Ausstellung geehrt. 50 Personen vom Stadtpräsidenten über Theologen bis zum Quartierpolizisten Willy Ammann haben fürs Buch «Ist mir grosse Ehre von gleicher Sorte zu sein» Beiträge geliefert. Eine Ausstellung in der Heilig-Geist-Kapelle bei der Stadtpolizei zeigt zudem Originaldokumente, Plakate und Kunstbeiträge über den «Luzerner Diogenes», wie ihn Stadtpräsident Urs W. Studer im Vorwort zum Buch nennt.

Buch: 176 Seiten, Fr. 36.--, zu beziehen in Buchhandlungen oder über www.db-verlag.ch

Ausstellung: 12. bis 21. April, täglich 10 bis 18 Uhr (auch Ostertage), Innenhof Stadtpolizei. Vernissage heute Dienstag, 18.30 Uhr.
Guido Felder, in: Neue Luzerner Zeitung, 11.04.2006
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