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Buch-Besprechungen
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt (Benno Bühlmann / Theo Bühlmann / Georg Anderhub)
Ein Held, der kein Held sein wollte
Biografie über Frater Albert Brändle aus Wohlen, der 40 Jahre lang im Spital lag, ist ein Buch erschienen.

Als Missionar wollte Frater Albert Brändle (1930-1996) aus Wohlen nach Simbabwe. 1956, drei Wochen nach seiner Weihe als Diakon, wurde er krank: Kinderlähmung.

Vierzig Jahre lang harrte Albert Brändle im Kantonsspital Luzern aus und wurde als grosser Briefeschreiber, Verfasser einer Radiopredigt und Redaktor der katholischen Zeitschrift «Puls» einer der bekanntesten Kranken in der Schweiz.

Just (aber eher zufällig) auf Albert Brändles 75. Geburtstag, den er am 13. März 2005 hätte feiern können, ist ein Lebensbericht über den ehemaligen «Chefpatienten» Albert Brändle erschienen. Die Luzerner Journalisten Benno und Theo Bühlmann und der Fotograf Georg Anderhub fassen das Phänomen in Worte, wie ein Gelähmter sein Kreuz auf sich nimmt und den Gesunden als Vorbild dient.

Das Phänomen Albert Brändle
«Drei Jahre lang kämpfte mein Bruder gegen das Schicksal, dann nahm er es an», erzählt Albert Brändles älteste Schwester Marianne Brändle (77), die in Wohlen in einer Alterswohnung im «Chappelehof» lebt. Vierzig Jahre lang besuchte sie, abwechselnd mit ihren Geschwistern und Eltern, den Bruder im Spital und erlebt, wie Albert Brändle, in seiner Jugendzeit und auch noch im Studium im Missionshaus Bethlehem ein grosser Spassvogel, ungeahnte Kräfte entwickelt. Albert Brändle teilt seinen Arbeitstag im Spital gut ein. Am Morgen liest er, unterstützt vom Spitalpersonal, am Nachmittag schreibt er. In seinem Leben werden so an die tausend Briefe zusammenkommen, die Albert Brändle mühsam mit einem Finger auf der elektrischen Schreibmaschine tippt. Das fällt dem Kranken nicht leicht, ist doch Albert Brändle wegen seiner Zwerchfelllähmung an einen Engström-Apparat angeschlossen, der ihm das Atmen abnimmt. «Sofern das konkrete Schicksal dem Menschen ein Leid auferlegt, wird er in ihm eine Aufgabe sehen müssen», schreibt Albert Brändle im Spitalbett. «Er muss sich zu dem Bewusstsein durchringen, dass er damit sozusagen im ganzen Kosmos einmalig und einzigartig dasteht.» Albert Brändle erklärt den Satz «Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt» zu seinem Lebensmotto und beeindruckt damit auch seinen Chefarzt Frank Nager, der in Albert Brändle einen jener seltenen Menschen erblickt, die trotz Krankheit, Leiden und Invalidität «in einem vertieften Verständnis gesund waren». Am 25. Oktober 1996 starb Albert Brändle an einem Herzstillstand.

Auf das Buch über Albert Brändle scheinen seine Getreuen und Bekannten gewartet zu haben. Schon vor der Buchvernissage waren 400 Bücher verkauft.
Jörg Baumann, in: Aargauer Zeitung, 26.04.2005
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Der gelähmte Missionar im Spitalzimmer
Er hätte Missionar werden wollen, verbrachte aber 40 Jahre im Kantonsspital Luzern. Ein Buch zeichnet das Leben Albert Brändles nach.

NO. Sie sprachen, wenn es um den Kranken ging, der mit 26 Jahren ins Kantonsspital kam und dort mit Kinderlähmung 40 Jahre lang blieb, vom «Chefpatienten». Ein Leben im engen Spitalzimmer hatte sich Albert Brändle natürlich nie erträumt: Der 1930 geborene Gärtnersohn aus Wohlen sah sich als Missionar in der weiten Welt, in China oder Afrika. Darum besuchte er das Gymnasium der Missionsgesellschaft Bethlehem in Immensee und wechselte nach der Matura ins Missionsseminar der gleichen Gesellschaft in Schöneck hoch über dem Vierwaldstättersee.
Albert Brändles Weg zum Priestertum und hinaus zur praktischen Seelsorge- und Aufbauarbeit in den Missionsgebieten schien offen. Am 2. Oktober 1956 weihte ihn der Bischof von Chur zum Diakon, die Priesterweihe stand unmittelbar bevor, doch da wurde Albert Brändle ins Kantonsspital Luzern eingeliefert - mit schwerer Kinderlähmung, die einen Luftröhrenschnitt und künstliche Atmung notwenig machte, und das fürs ganze Leben. Er war auf intensive Pflege angewiesen bis zu seinem Tod am 20. Oktober 1996.

Die Spannweite des Lebens
Dieses Leben ist das Thema des Buches «Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt - Spuren aus dem Leben des Chefpatienten Albert Brändle». Der Titel ist ein Zitat aus Psalm 30. Darin ist die Rede von einem Gott, der die Kranken heilt und ihnen Hoffnung gibt. Als Herausgeber des Buches zeichnet der Theologe und Journalist Benno Bühlmann, weitere Mitarbeiter sind Theo Bühlmann und Georg Anderhub. Frank Nager, der Brändle als Arzt betreute, und Emil Näf, Generaloberer der Missionsgesellschaft Bethlehem, schrieben ein Vor- und ein Nachwort. Das Buch enthält überdies zahlreiche Fotos sowie Texte und eine Radiopredigt von Albert Brändle selber.
Hier das Krankenzimmer, dort die weite Welt: Diese vitale Spannung prägte das Leben Albert Brändles, der Jahre brauchte, um sich mit der völligen Hilflosigkeit abzufinden, dann allerdings mit der Ausstrahlung seiner christlichen Zuversicht für viele Menschen auch zum Gebenden und zum eigentlichen Seelsorger wurde. In Briefwechseln und persönlichen Kontakten vermochte er das Krankenzimmer, das er nur selten mit dem Elektrofahrstuhl verlassen konnte, zu öffnen.

Weites Beziehungsnetz
Sein Bekanntenkreis umfasste nicht nur seine Mitbrüder, die Bethlehem-Missionare, die ihn auf ihren Heimaturlauben besuchten, sondern auch viele andere Menschen, darunter Kranke und Behinderte, denen er seine Hoffnung vorlebte. Das Buch verschweigt aber nicht, dass zum Jahrzehnte andauernden und beileibe nicht immer reibungslosen Patientenalltag auch Spannungen und Schwierigkeiten gehörten.

Raum für Humor
Das Buch, das die Zeit der Krankheit geschickt mit Rückblicken auf das frühere Leben Brändles und in den Alltag im Gymnasium und in Schöneck verbindet, lässt auch Menschen, die am Leben Albert Brändles Anteil hatten, zu Wort kommen. Und es bietet auch dem Humor, der den Chefpatienten auszeichnete, Raum. Der Optimismus, der darin zum Ausdruck kommt, fügt sich nahtlos an die spirituelle Seite, die dieses missionarische Leben im Krankenzimmer wesentlich prägte.

Im Wort Chefpatient klingt Ironie mit - die leise Frage etwa, wer denn im Spital mit seinen ausgeprägten Hierarchien der wirkliche Chef ist. Wichtiger ist jedoch, wie Frank Nager im Vorwort ausführt: Albert Brändle war ein Mensch, der seine Krankheit wie ein Chef meisterte. Es ist das Verdienst des Buches, dass es Albert Brändle in diesem Sinn ein sympathisches Denkmal setzt.
Niklaus Oberholzer, in: Neue Luzerner Zeitung, 22.04.2005
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Lebenszeugnis: 40 Jahre am Beatmungsgerät
„Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt“ lautet der Titel einer ungewöhnlichen Lebensgeschichte, die im db-Verlag/Rex Verlag erschienen ist. Die Autoren Benno Bühlmann, Theo Bühlmann und der Fotograf Georg Anderhub haben sich auf Spurensuche begeben und das Leben des schwerbehinderten Albert Brändle nachgezeichnet.

Albert Brändle lebte 40 Jahre im Luzerner Kantonsspital, im Klinikbett, abhängig von einem Beatmungsgerät. Die Polioerkrankung traf ihn als 26-jährigen, als angehenden Priester, dessen grösster Wunsch es war, als Entwicklungshelfer in ferne Länder zu reisen. Die Krankheit führte innerhalb weniger Tage zur vollständigen und irreversiblen Lähmung seines ganzen Körpers. Wie hat Albert Brändle diesen Schicksalsschlag bewältigt? Was wurde aus seinen Plänen und Lebensträumen?

Als Seelsorger im Krankenbett empfing er ratsuchende Menschen, schrieb Radiopredigten und Zeitungsartikel. Und nicht zu vergessen 1000 Briefe, alle getippt im Einfinger-Takt. Unermüdlich setzte er sich für die Anliegen von kranken und behinderten Menschen ein.
Albert Brändle nannte sich selbst den „Chefpatienten“, wie auf einem Schild an der Tür seines Krankenzimmers zu lesen war. Zur „Audienz“ empfing er nicht nur die Chefärzte, sondern auch zahlreiche Freunde, Journalisten und bekannte Persönlichkeiten.
Mit seinem Humor und seiner Ausstrahlung blieb er für viele, die ihn kannten, unvergessen. Das Buch dokumentiert Episoden und Botschaften aus dem Leben des „Chefpatienten“. Das Werk versteht sich nicht als vollständige Biographie, sondern als Spurensicherung, damit die Persönlichkeit Albert Brändle nicht in Vergessenheit gerät.
Am Ende seines Lebens sagte Albert Brändle: „Ich darf ehrlich eingestehen, ich bin ein glücklicher Mensch und ich möchte nicht, dass ich dieses Leben nicht gelebt hätte.“

Das empfehlenswerte Buch ermutigt und lässt den Optimismus und die Lebensfreude des „Chefpatienten“ spüren. Georg Anderhubs sensible Schwarzweiss-Bilder ergänzen, neben vielen privaten Fotos, das angesprechend gestaltete Buch.
Stefanie Huber, in: Online-Redakteurin von Pro Infirmis Schweiz (www.proninfirmis.ch), Buch-Rezension auf der Internet-Seite von Pro Infirmis
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Geht unter die Haut...
Die Geschichte des Diakons Albert Brändle, der 40 Jahre seines Lebens im Kantonsspital Luzern verbringt und als «Chefpatient» in die Annalen des Kantonsspitals eingeht, geht unter die Haut. Mit 26 Jahren erkrankt Brändle an Kinderlähmung. Statt wie vorgesehen als Missionar auszureisen, bleibt er lebenslang ans Bett gefesselt. Doch gerade hier findet er seine Mission: Als Seelsorger für einen weiten Kreis von Menschen, die im Gespräch mit ihm zu neuem Lebenssinn und Zuversicht finden. Albert Brändle stirbt 1996. Die Dokumente aus dem Leben des «Chefpatienten» haben nun der Theologe Benno Bühlmann und der Journalist Theo Bühlmann zusammengetragen und in diesem Buch feinfühlig für die Öffentlichkeit aufgearbeitet.
Christine Voss, in: Ferment, 2/2006
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Eindrückliches Lebenszeugnis
Als «Chefpatient» hat sich Diakon Albert Brändle (1930-1996) am Luzerner Kantonsspital und weit darüber hinaus einen Namen gemacht. Die Autoren Benno und Theo Bühlmann sowie der Fotograf Georg Anderhub geben Einblicke in sein Leben.

Am 20. Oktober 1956, nur gerade drei Wochen nach seiner Weihe zum Diakon, überfielen Albert Brändle aus heiterem Himmel die Symptome der Kinderlähmung. Dieser Schicksalsschlag brachte einen ungeahnten Einschnitt in sein Leben. Anstatt wie geplant als Bethlehem-Missionar in die Entwicklungshilfe gehen zu können, blieb er fortan als Tetraplegiker ans Krankenbett gebunden. Vollständig gelähmt lebte er mit Hilfe eines Beatmungsapparates während 40 Jahren im Kantonsspital Luzern. Trotzdem vermochte Albert Brändle sein Schicksal mit viel Humor zu tragen. Er fand eine neue Mission: Er wurde zum Seelsorger für einen weiten Kreis von Menschen, die bei ihm neuen Lebenssinn und Zuversicht fanden. Unermüdlich setzte er sich für die Anliegen der Kranken und Behinderten ein. 1996 starb Albert Brändle.

Spuren hinterlassen
Mit seinem Lebenszeugnis und seiner Ausstrahlungskraft hat er über seinen Tod hinaus tiefe Spuren hinterlassen. Das neue Buch mit dem Titel «Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt» geht ihnen nach und dokumentiert vielfältige Episoden, Botschaften und Bilder aus dem Leben des Chefpatienten.

Chef über seine Krankheit
An der Vernissage im Romerohaus, an der gegen 200 Personen teilnahmen, bezeichnete der ehemalige Chefarzt des Kantonsspitals, Professor Frank Nager, seinen Patienten als einen Menschen, der «sich zum Chef über seine Krankheit entwickelt hat. Er hat sein Schicksal zum Guten gewendet, dies erforderte einen harten, langen Weg». Albert Brändle äusserte selbst, dass er sich anfänglich «zerschlagen, wie ein gefällter, umgelegter Baum, zersägt, anderen zur Last geworden» vorkam. Über die Verzweiflung, den Groll, das Hadern und die Depression führte sein Weg in die Einwilligung und die Ergebenheit, so dass sein Klagen in Tanzen umgewandelt werden konnte. Frank Nager resümmiert in seinem Vorwort zum Buch: «In Frater Brändle bin ich einem jener beindruckenden und wohltuenden Menschen begegnet, die trotz Krankheit, Leiden und Invalidität in einem vertieften Verständnis gesund waren. Der ‚Chefpatient’ Albert Brändle hat die ‚höhere Gesundheit hinter der Krankheit’ (Friedrich Nietzsche) gewonnen.»

Eugen Koller, in: Pfarreiblatt Urschweiz, 7.5.2005
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