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Buch-Besprechungen
Als ob das Eine das Ganze wär (Jacqueline Keune)
Erzählungen mit Tiefendimension
Erzählungen mit Tiefendimension – so liesse sich das neue Buch der Luzerner Theologin Jacqueline Keune charakterisieren. Das tönt allerdings arg nach Theorie und Papier. Die «Gedanken und Geschichten» der kreativen Autorin sind jedoch voller Praxis und Leben. Keune versteht es, hinter scheinbar alltäglichen Dingen ganze Welten sichtbar zu machen. Für die Qualität des Buches spricht meine persönliche Lese-Erfahrung. Ich wollte auf einer längeren Zugfahrt bloss einige Seiten lesen und dann vor mich hindösen. Aber es gelang mir nicht, das Buch auf die Seite zu legen, bevor ich mit der Lektüre der 28 Kurztexte fertig war. Ein Buch nicht zum Dösen, sondern zum Nachdenken.
Walter Ludin, in: Horizonte, 11.11.2007
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Ein Buch zum Verlieben...
Das ist eine ganz gute Nachricht: Von Jacqueline Keune ist ein neues Buch erschienen. Es enthält 28 Texte, Geschichten, Beobachtungen, Gedanken. Jacqueline Keune berichtet Alltägliches so, dass das Hintergründige auf seltsam berührende Weise deutliche wird. Sie erzählt von gewöhnlichen Menschen, von seltsamen, unbedeutenden Situationen und gibt ihnen Bedeutung. Sie lädt zum Mitdenken und Mitfühlen ein: Mitdenken und Gedankenakrobatik, Mitfühlen ohne jeden literarischen Kitsch. Sie schreibt in einer nahezu magischen Sprache: sparsam und sorgfältig, persönlich, aber ohne jede Eitelkeit. Möglicherweise wird es Ihnen gehen wie mir: Bei manchem Text fühle ich mich ganz persönlich gemeint und angesprochen. Bei andern ist mir klar geworden: So können nur Liebende denken und schreiben. Ein Buch zum Verlieben und zum Verschenken!
Willy Bünter, in: AUFTRAG, August 2007
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Hinter die Fassaden des Lebens blicken
Wer Jacqueline Keunes Gedanken und Geschichten liest, kann nicht unbeteiligt bleiben. Ihre Texte sind aus einer sehr persönlichen, oft emotionalen Perspektive heraus verfasst. Wir erfahren, was die Autorin freut oder was sie traurig oder wütend macht. Ihre Geschichten bewegen uns durch ihre Unmittelbarkeit und Direktheit, die nichts beschönigt oder weglässt. Sie lassen uns die Dinge aus einem anderen, neuen, oft überraschenden Blickwinkel betrachten und lassen uns erkennen: Das Eine ist nicht das Ganze.
Die Autorin zeigt sich als präzise Beobachterin von Alltagsereignissen, die sie als Seelsorgerin, als genderbewusste Frau, als Partnerin, als Kollegin oder als Tochter erlebt hat. Ihre Botschaft lautet: Das wahre Leben verbirgt sich nicht hinter dem Bedeutungsvollen, hinter dem nach aussen gewichtig Anmutenden, hinter dem historisch Denkwürdigen:
Sondern das Gewöhnliche und Banale ist es, die unserem Alltag Tiefe geben können, und dies gilt es jeden Tag neu zu entdecken. Dies erkennen wir aber erst, wenn wir unsere Wahrnehmung verändern und die Dinge nicht nur von ihrer Oberfläche betrachten, sondern hinter die Fassen des Lebens blicken. Das liebevoll ausgestattete Buch mit Illustrationen von Christian Frehner bietet sich als ein ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk an.
Andreas Baumeister, in: FERMENT,
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Worte, die sich wunderbar verschenken lassen
Jacqueline Keune geht den Dingen auf den Grund. Nicht mit neuen Worten, vielleicht nicht einmal mit neuen Gedanken, aber so komponiert, dass sie die Tiefe der Lesenden erreichen.
Die Luzerner Theologin und Redaktorin mit niederländischen Wurzeln formuliert Alltäglichkeiten sprachlich so klar, zart und schön, als wären sie eben nicht Alltag, diese Situationen, in welchen wir immer wieder stecken, die wir achtlos passieren lassen. Nach dem Lesen dieses mit Zeichnungen von Christian Frehener illustrierten Werkes bleibt es kaum aus, sich Gedanken zu machen, über dieses oder jenes, die Augen zu öffnen und vielleicht ab und zu scheinbar Unbedeutendem Gewicht zu verleihen.
Jacqueline Keune stellt den Menschen, der seit langem einen passenden Spülbeckenstöpsel sucht, demjenigen gegenüber, der eine lebensbedrohende Diagnose erhält. Beides ist Realität, beides geschieht gleichzeitig, und wenn wir uns dessen bewusst werden, vermag dies das Eigene oft zu relativieren.
Sie schreibt vom grössten Mut, den es für das eigentlich Naheliegendste braucht: sich zu zeigen, so wie man/frau ist. Philosophische Reflexionen, in wunderbaren Geschichten, so geschickt erzählt, dass sie von Jung und Alt, von allen verstanden werden können. Wiederholt zaubert sich ein Lächeln auf den Mund, weil wir dies oder das genau so erlebt haben, wie sie es geschildert hat, und vielleicht waren wir froh, gab es niemanden, der dies mitbekommen hat.
Jacqueline Keune sinniert über das Anderssein, über das Fremde, darüber, ob ihr Martha Böni-Schwarzentruber fremder ist als eine Tamilin, und sie macht klar, das ihre Kultur eine ganz andere ist als die der geschorenen Schweizerköpfe mit hochgereckten Schweizerarmen auf der Rütliwiese. Sie tut dies mit Worten, die wunderbar schmecken und die sich wunderbar verschenken lassen.
Jede der 28 Geschichten berührt. Bei dem Durchlesen, bei jeder Wiederholung gibt es Neues zu entdecken. An Sinn oder an Gefühlen. Ausserordentlich bewegend ist «Die Aufgabe». Vielleicht, weil es in dieser Geschichte um den Tod geht, darum, dass er sich zu empfundener Unzeit ankündigen kann, dass er nicht nachfragt, ob er gerade in die Lebensplanung passt, dass er sich nicht darum kümmert, wen er traurig und ratlos zurücklassen wird, und weil es ihm egal ist, ob ein Mensch mit einer kurzen Restlebenszeit die Kraft findet, das für ihn Wichtige noch in Ordnung zu bringen. Ob der Mensch, der eigentlich offenen Auges den letzten Weg ins Unsichere gehen möchte, dies auch kann. Das alles ist dem Tod egal. Trotzdem gibt es unzählige Menschen, wie die Frau in dieser Geschichte, welche die letzte Frist, nach einer Phase der Abwehr, der Verzweiflung, annehmen und mit unglaublicher Würde Abschied vom Leben nehmen, schlussendlich versöhnt dem Tod die Hand reichen.
Gitta Lehner, in: AUFBRUCH Nr. 155, 155 / 2008
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Ein sinnvolles Geschenk
«Die Autorin zeigt sich als eine Frau, die genau hinschaut, aufmerksam zuhört, die wach und offen für Neues durchs Leben geht. Und welche die Gabe besitzt, das Bedeutungsvolle unseres Alltags in einer sorgfältigen und persönlich geformten Sprache zum Leuchten zu bringen. Jacqueline Keune schaut hinter die Fassaden des Lebens. Mit ihren Geschichten setzt sie für kurze Momente das zerstückelte Leben wieder zusammen. (...) Sechs farbige Steindrucke von Silvia Hess Jossen runden dieses liebevoll ausgestattete Buch stimmig ab und machen es zu einem sinnvollen Geschenk.»
Andreas Baumeister, in: Ferment, 1/2002
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Lebendig und sensibel
«Lebendig und sensibel, diese beiden Eigenschaftswörter fallen mir beim Lesen des ersten Kolumnenbuches der freischaffenden Luzerner Theologin Jacquelin Keune fast Seite für Seite ein. Sie schreibt weit weg von frommem Gesäusel oder alltagsfremder Gedankenblässe über vieles, auch über das Legendäre «Gott und die Welt». Und sie schreibt sehr persönlich. Oft gelingt es ihr, die Sprache gegen den Strich der üblichen Art zu bürsten; etwa dann, wenn «sich das Leben nehmen» nicht den Freitod, sondern den Hunger nach Leben meint. Zu Recht attestiert der Herausgeber Benno Bühlmann der Autorin «präzises Hinschauen auf das Bedeutungsvolle des Alltags».
Walter Ludin, in: Horizonte, 9.12.2001
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Präzises Hinschauen auf das Beduetungsvolle des Alltags
Diese Woche erscheint ein Buch mit dreissig Texten von Jacqueline Keune. Texte über unscheinbare Dinge von doch besonderer Bedeutung.
Schon auf den ersten Blick wirkt sie offen und herzlich, mit einer natürlichen, fast ländlichen Ausstrahlung. Nichts an ihr ist «trendy». Und dieser Eindruck vertieft sich im Gespräch mit Jacqueline Keune, den Leserinnen und Lesern der Neuen LZ bekannt durch ihre Kolumnen in der Rubrik «Gedanken zum Sonntag». Dreissig ihrer einfühlsamen Kurztexte, bereits publizierte und neue, erscheinen jetzt in einem sorgfältig gestalteten Büchlein, begleitet von Reproduktionen künstlerischer Steindrucke der Krienserin Silvia Hess Jossen.
Seit ihrer Kindheit habe sie immer gelesen und geschrieben, erzählt Jacqueline Keune und sagt: «Ich liebe die einfache präzise Sprache.» Auch Benno Bühlmann, Herausgeber des Buches, erwähnt in seinem Vorwort den sorgfältigen Umgang der Autorin mit Sprache, «das präzise Hinschauen auf das Bedeutungsvolle im Alltag».

Gestalten und Frauen stärken
Aufgewachsen ist Jacqueline Keune mit sechs Geschwistern in einem kleinen Dorf im Sense-Gebiet im Kanton Fribourg. Nach ihrer Ausbildung am kathechetischen Institut bildete sie sich auf dem dritten Bildungsweg in Chur und Luzern zur Theologin aus. Während acht Jahren war sie in einer Luzerner Pfarrei als Pastoralassistentin tätig, gestaltete Gottedienste und Beerdigungen, Begegnungsabende mit Frauen und Flüchtlingen.
Die Frauen in ihrem Selbstwertgefühl stärken - daran ist ihr als feministische Theologin viel gelegen. «Ich bin weniger daran interessiert, Unterschriften für die Gleichstellung zu sammeln, als vielmehr in meinem Lebenskontext genau hinzuschauen und für Ungleichheit zu sensibilisieren», betont sie. Im Text «Die Sache der Frau» übersetzt sie dieses Anliegen in den Alltag: Warum darf eine Frau, die täglich zu Hause den Tisch deckt, Essen und Trinken bereitet, dies nicht auch in der Messe tun?, fragt sie darin. Bewusst hat sie den Buchtitel «Als ob das Eine das Ganze wäre» gewählt. Es gehe in diesen Texten immer um eine eher unscheinbare Sache, die aber eine besondere Bedeutung erhält. Das kann ein Fränkler sein, den ein Kind auf der Strasse verliert, ein altes Kochbuch, das der Mutter abhanden kommt, es geht um Ängste und Träume, um fragwürdige Verheissungen der Werbung, um kritische Distanz zu dem Zeiterscheinungen.
Ans Herz gewachsen sind der Theologin die widerständigen und weisen Frauen der Bibel. Beharrlich und selbstständig sein wie Rizpa und Abigail, das sind für sie Vorbilder für Emanzipation. Sie hat es nicht mit der Anpassung, denkt gerne gründlich über die Themen nach, die sie beschäftigen, bildet sich gerne eine eigenständige Meinung.

Menschen sollen hinhören
Seit einem Jahr ist Jacqueline Keune als freischaffende Theologin tätig. Sie wird für Predigten angefragt, behandelt in der Erwachsenenbildung religiös-theologische Themen, hat für die Pfarrei St. Karl letzte Ostern die Karwoche gestaltet. «Etwas gestalten» - das ist auch das Hauptanliegen für ihren künftigen Berufsweg. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der äusseren und inneren Gestaltung der Liturgie, die möchte, dass die Menschen hinhören, darüber nachdenken. Das schafft sie wohl nicht zuletzt dank ihrer Fähigkeit, persönliches Erleben in alles, was sie tut, einzubringen.
Erst gegen Ende des Gesprächs kommt ihr Privatleben zur Sprache. Jacqueline Keune ist seit fünfzehn Jahren mit einem Theologen verheiratet, der als Pastoralassistent tätig ist und sich gerade in Sozialarbeit ausbildet. Sie macht gerne Wanderungen, sieht sich gerne Bilder und Filme an, kocht gerne und liebt es, mit Freundinnen und Freunden zusammenzusein. Vorgestellt wird ihr Buch heute 19.30 Uhr im Romero-Haus Luzern.
Eva Roelli, in: Neue Luzerner Zeitung, 9.11.2001
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db