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Buch-Besprechungen
Von Bedenken und Zusagen. (Jacqueline Keune)
«Wenn sich das Beten nur noch wiederholt, kann es geschehen, dass es irgendwo aufhört, lebendig zu sein», schreibt die Autorin. Die Texte, die Jacqueline Keune geschaffen hat, sind voller Lebendigkeit, Lebensfreude und Wirklichkeitsnähe. Es sind 14 Vorschläge für Eucharistiefeiern zu Themen wie Segen, Stadt, Muttertag, Gesetzesgehorsam, Leiblichkeit, Kirche, Krankheit und Sehnsucht. Die Texte geben auch Anregungen zum persönlichen Beten. Eine Kirche darf sich freuen, die solche Bücher zur Verfügung hat.»
Walter Ludin, in: «Sendbote», 4/04
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«Es handelt sich um 17 Texte für Eucharistiefeiern zu verschiedenen Zeiten und Themen. Die Autorin beeindruckt durch ihre knappe Sprache, ohne Schnörkel und Phrasen, die den Zuhörenden und Lesenden viel Raum lassen für eigene Bilder und Erfahrungen. Es sind Formulierungen, die betroffen machen und berühren. Sie eignen sich deshalb ganz gut auch für das persönliche Beten.
Wenn man mich künftig fragt: Wie soll ich beten?, so rate ich, im Buch von Jacqueline Keune die Antwort zu suchen.»
Willy Bünter, in: Luzerner Pfarreiblatt, 1.5.2004
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«Eigentlich sind es Texte zum Gebrauch in der Liturgie, zu Festen im Kirchenjahr oder zu Themen wie beispielsweise Segen, Leiblichkeit oder Sehnsucht. Geordnet sind die Texte innerhalb eines Themas nach dem traditionellen Ablauf eines Gottesdienstes. Aber nicht nur Liturgiegruppen werden gerne daraus schöpfen, sondern auch Menschen, die auf der Suche sind nach Meditationstexten und Gebeten, die nicht einfach gewohnte Formulierungen übernehmen, sondern aus einem persönlichen Empfinden und Glauben heraus geschrieben sind. Das sind diese Texte, aus dem Alltag, sorgfältig, ehrlich, überzeugend.»
Martin Brander, in: Horizonte, 1.8.2004
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Liturgische Texte
Aus persönlichem Ringen um Sprache und aus Liebe zu ihr sind die liturgischen Texte von Jacqueline Keune entstanden. Ihre Überzeugung, dass «die Genauigkeit und die Ganzheit» im Wort angelegt sind (vgl. Vorwort, S. 7), wird spürbar in den poetischen Texten und Gebeten, in die sie die achtsame Wahrnehmung von Menschen, Dingen und Erfahrungen des Alltags mit einbezieht.
Die Autorin hat jedes der 17 Themen nach derselben Struktur entfaltet, entlang dem traditionell-kirchlichen Aufbau der Liturgie. Statt Einleitung, Kyrie, Vergebungsbitte, Tagesgebet, Bibeltext, Fürbitten, Hochgebet, Schlussgebet/Segen heissen die Elemente bei ihr: anfangen, bedenken, zusagen, verdichten, hören, herantreten, über Brot und Wein, nicht aufhören.
Thematisch greift sie Feste des (Kirchen-)Jahres auf wie Fasnacht, Ostern, Muttertag, Auffahrt oder einen Bibeltext wie die Hochzeit in Kana und die märchenhaft anmutende Erzählung über die Königin von Saba. Sie bedenkt den Gebrauch und Missbrauch von Werten wie Bescheidenheit, Gesetzesgehorsam, Toleranz, Unvollkommenheit, Gleichwertigkeit, die gerade für Frauen oft mit einer bedrückenden Geschichte verbunden sind.
Das Besondere dieses Buches sind aber weniger die Themen, sondern vielmehr die persönlichen und sehr konkreten Formulierungen, die sich wohltuend abheben von der oft abstrakten, formelhaften Sprache offizieller liturgischer Texte. Es ist die Sichtweise einer Frau, die ihre religiöse Alltagserfahrung in die Liturgie mit einbringt: «Du lässt dich anrufen nicht nur zwischen Klosterwänden und Kastanienbäumen ... Dein Gesicht, einen Atemzug lang hast du es mir gezeigt im Tanz der Kräne, im Aufflackern des Leuchtbuchstabens, im Fragen der Fremden nach dem Weg» (S. 42). Sie bietet Menschen eine Sprache an, die etwas von Gott erahnen, es aber nur schwer in Worte fassen können, und es auch nicht in der traditionellen Sprache der Kirche finden: «Danke, Gott, dass wir Sprache haben, das Schöne zu besingen, den Schmerz zu beklagen und das Notwendige zu erbitten. Danke, dass wir nicht beredt sein brauchen, nicht wortgewaltig und laut, dass du hörst ˇ auch unsere gestammelten und geflüsterten Gebete. (...) Und wir bitten, dass unser Beten mehr sei als Wunschkonzert und Einschlafhilfe, mehr als Tradition und Denkleistung. Dass es stark sei, und erfüllt mit uns selber, wie das der fordernden Frau» (S. 85ˇ86). Vertraute Gottesbilder werden bisweilen zerstört, und an ihre Stelle tritt die Sehnsucht nach einem nahen, erfahrbaren Du: «Allmächtig brauch ich dich nicht, nur spürbar. Himmlisch trägst du mir nichts ein, nur vertraut mit der Erde. Heilig will ich dich nicht, nur hier. Herrlich kannst du mir gestohlen bleiben, und erhaben ersehn ich dich nicht, nur nah, nah, nah» (S. 103). Das Ungewohnte und Neue dieser Sprache macht das Buch zu einem Gebetbuch, das nicht allein für Vorsteherinnen und Vorsteher von Gottesdiensten ein grosser Gewinn ist. Wer die Texte in der Liturgie einsetzen möchte, kann sie aber nicht einfach vorlesen. Die Satzstellungen sind bisweilen ungewohnt: «Du weisst, Gott: Ein Fels bin ich nicht, allein ein Stein, der mitträgt. Trunken vor Geist: Ich bin es nicht, such bloss nüchtern nach dem Wort, das trifft» (S. 115). Man muss selber durch die Erfahrung, die in den Gebeten verdichtet sind, «hindurchgegangen» sein und dem Text Zeit lassen, bei den Hörenden anzukommen: «Die Worte fallen durch mich hindurch ˇ mich Ausgehöhlte. Die Bilder greifen in mich hinein ˇ mich Gehäutete» (S. 122). Manche Formulierungen sind so konkret, dass sie dazu einladen, in eigenen Worten zu formulieren: «Für mein wild pochendes Herz, für den warmen Klang des Cellos, für den würzigen Geruch des Korianders sei dir Dank. Dir, himmlische Vielfalt und Fülle» (S. 19). Wo dies in ähnlicher Sorgfalt um die Genauigkeit der Sprache geschieht, hätte das Buch ein Ziel erreicht, das über seinen unmittelbaren praktischen Nutzen hinausreicht und vielen Gemeinden zum Segen werden könnte.
Franziska Loretan-Saladin, in: Schweizeische Kirchenzeitung, Nr. 36/2004, 2. September 2004
Franziska Loretan ist Theologin, Lehrbeauftragte für Homiletik und Spiritualität am Dritten Bildungsweg an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern.
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